ECCE TERRA
ECCE TERRA
Zur englischen Gartenkunst
Bibliothek der Provinz, Weitra 2013
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Themen, die mich bewegen...
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Während
der Postmodernismus die Welt als Konstrukt der menschlichen Sinne und
Interessen sieht, und sich über eine vermeintlich dahinterliegende Wirklichkeit
enthält (Epoché) oder sie gar leugnet, erklärt der Neue Realismus hingegen alles
für wirklich: die Welt, wie wir sie sehen, und die Welt, wie sie ist. Alles ist
wirklich, alles existiert: „Wie meine linke Hand mir erscheint, ist genauso
real wie meine linke Hand selbst.“ Es gibt somit viele Welten oder „Sinnfelder“
(so nennt Gabriel Sinnzusammenhänge), aber eben nicht die eine, alles
umfassende Welt. Labels: Rezension
Politische Entscheidungen folgen Labels: Rezension
In seiner kleinen Schrift „Briefe an einen
jungen Wissenschaftler“ versucht der Harvard-Professor Edward O. Wilson –
untergliedert in fünf thematische Abschnitte – mit kurzen und unabhängig zu
lesenden Aufsätzen (Briefen) einen Leitfaden für eine wissenschaftliche
Karriere zu geben. Seine fünf Generalthemen, unter die er seine Briefe
einordnet, lauten dabei: Der Weg, dem man folgen muss – Der kreative Prozess –
Ein Leben für die Wissenschaft – Theorie und großes Bild – Wahrheit und Ethik.Labels: Rezension
Edward O. Wilson, der Doyen der Evolutionsbiologie und leidenschaftlicher Ameisenforscher, hat mit seinem neuen Buch für große Aufregung unter den Evolutionsbiologen gesorgt. Galt er doch bis jetzt als Galionsfigur der Kin-Selection (Verwandten-Selektion) unter den Soziobiologen. Doch nun hat er sich explizit vom egoistischen Gen verabschiedet und sich wieder der klassischen Evolutionstheorie zugewandt. In seinem Werk „The Social Conquest Of The Earth“ versucht er zu zeigen, dass die klassische Evolutionstheorie völlig ausreicht, um Phänomene wie soziale Lebensformen und altruistisches Verhalten zu erklären, währenddessen die Kin-Selection hier eher Probleme aufwirft als sie zu lösen. Vor allem bei den Termiten scheint das Modell zu versagen. Bei geklonten Organismen – mit der höchsten Verwandtschaftsrate von 100% – hat man aber bisher interessanterweise noch keinen einzigen Fall von Eusozialität festgestellt.
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Wer kennt es nicht, das
Argument: Jeder glaubt gewisse unbewiesene Grundannahmen, auchWissenschaftler und Atheisten, daher sind auch sie im Grunde Gläubige. Dies
ist natürlich eine theologische Verwendung des Begriffs „glauben“, der sich auf
den epistemischen Gebrauch nicht übertragen lässt. Im theologischen Kontext
heißt „glauben“ soviel wie „sehr überzeugt sein von, fest vertrauen auf,
unerschütterlich festhalten an“. Die säkulare Bedeutung ist aber deutlich
schwächer und sagt nur soviel wie „nicht genau wissen, zurzeit für richtig
halten, als zutreffend annehmen“. Es handelt sich um die Differenz zwischen
„belief“ und „faith“ im Englischen. Beide Bedeutungen werden im Deutschen
leider mit nur einem Wort wieder gegeben.Labels: Rezension
Die moralische Landschaft ist ein Gebiet, das Gipfel und Täler aufweist, ein Bergauf und Bergab. Es ist kein fester Ort, in der es nur eine Lösung für moralische Fragen gibt, sondern eine Region, die mehrere optimierte Möglichkeiten offen lässt. Allerdings gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Lösungen. Die besseren führen in die Höhe, die schlechteren in die Depression. Das ist das Bild, das Sam Harris in seinem Buch „The Moral Landscape“ zeichnet. Und dieses Bild nimmt er als Grundlage, um im Weiteren zu untersuchen, welche Moralvorstellungen somit „besser“ als andere sind. Es geht ihm um ein Kriterium, dass uns zeigen kann, welche Wege wir als Individuen und Gesellschaft einschlagen und welche wir meiden sollten. Denn es gibt Wege, die objektiv das Wohlergehen und die Blüte einer Gesellschaft und deren Individuen fördern, und solche, die das Gegenteil bewirken. Mit seinem Buch wendet sich Harris gegen den ethischen Relativismus, auch wenn er zugibt, dass es mehr als eine Lösung geben mag. Aber er schränkt ein, dass es Lösungen gibt, die nicht zielführend sind, da sie sich negativ auf die Gesellschaft auswirken und somit eine Blüte verhindern. Darum ist es nicht egal, welchen moralischen Doktrinen wir Gehör schenken. Sie müssen zuerst geprüft werden, geprüft auf ihre individuellen und gesellschaftlichen Folgen. Und nach Harris ist das letzten Endes eine wissenschaftlich-empirische Frage.Labels: Rezension
Ich gestehe frei: die Erinnerung des David Hume war eben dasjenige, was mir vor vielen Jahren zuerst den dogmatischen Schlummer unterbrach, und meinen Untersuchungen im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung gab. Immanuel Kant, Prolegomena, 1783.Labels: Rezension
Nach 2200 Jahren taucht ein verloren geglaubter Kodex des antiken Mathematikers Archimedes von Syrakus wieder auf, allerdings in Form eines Palimpsests. Das heißt, der Originaltext auf dem teuren Pergament wurde abgeschabt und neu überschrieben. Das Buch erzählt nun die abenteuerliche Geschichte des unbekannten Textes sowie seine schwierige Entschlüsselung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Archimedes war seiner Zeit weit voraus und beschäftigte sich tatsächlich bereits mit Dingen, die scheinbar erst in der Neuzeit als mathematische Disziplinen neu entwickelt wurden, zum Beispiel mit Kombinatorik.Labels: Rezension
Wer eine unterhaltsame Einführung in die Höhen und Tiefen der medizinischen Forschung und des medizinischen Marktes haben möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist erfrischend locker und verständlich geschrieben und dennoch nicht oberflächlich. Ein Aufdeckungsbuch, das viele Verfahren der gängigen Heilpraxis als Unfug entlarvt. Zugleich wird man im kritischen Denken geschult und bekommt eine Einführung in wissenschaftliche Methodik und ihre Grenzen. Der Schlüssel zum Verständnis des Buches ist sicher das Kapitel zur Statistik, das zeigt, wo und wie mit Statistiken Schindluder getrieben wird und welche Rolle die Medien dabei spielen. Aber auch hier bleibt er aber anschaulich und verständlich.Labels: Rezension
„Wie Religion die Welt vergiftet“ – dieser Untertitel des neuen Buches von Christopher Hitchens, ein in Washington lebender Literatur- und Kulturkritiker aus England, trifft genau den Inhalt des Buches. Provokant und ohne Umschweife belegt er mit vielen historischen und aktuellen Beispielen, welchen verheerenden Einfluss Religionen auf unsere Gesellschaft haben und hatten. Dabei verweist er immer wieder auf die Erkenntnis, die bereits von David Hume aufgezeigt wurde, dass eine metaphysisch gestützte Moral (eine Ethik, die von einer höheren Instanz stammt) zu unmenschlichen und grausamen Handlungen führt, die, da sie im Namen Gottes vollzogen werden, eine scheinbare Rechtfertigung erfahren. Doch genau das ist Unmoral.Labels: Rezension
„Das, was Bildung seit jeher von Unbildung schied, die Fähigkeit zu einer reflexiven Distanz, gilt heute schlicht als Kulturpessimismus.“ – Mit diesem Zitat aus Konrad Paul Liessmanns kleinem Manifest ist eigentlich alles gesagt. Dem Wiener Philosophen und Studienprogrammleiter für Philosophie und Bildungswissenschaft geht es in diesem Buch allerdings weniger um eine elaborierte Theorie der Unbildung, wie es der Titel evoziert, als vielmehr um eine Kritik an der geistlosen und bildungsfeindlichen Reformwut in unserer so genannten Wissensgesellschaft. Natürlich macht er an vielen Beispielen klar, wie und wo sich Unbildung in unserer Gesellschaft manifestiert, eine theoretische Fundierung ist aber nur in Ansetzen vorhanden – vielleicht auch gar nicht möglich. Daher befasst sich der Autor vor allem mit den strukturellen und sozialen Ursachen der immanenten Tendenz zur Unbildung in unserer Gegenwartskultur.Labels: Rezension
In seinem Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur stellt Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung in Mastershausen, seine Überlegungen für eine neue ethische Grundhaltung vor, die auf eine moderne und wissenschaftlich gestützte „conditio humana“ abzielt. Er geht dabei gemäß dem Leitspruch Goethes vor: „Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.“ Eine andere Form von Religion ist nicht erforderlich. Es bedarf keiner Dogmen und Glaubenssätze, keiner Rückbindung an etwas Göttliches. Daher lässt er den zweiten Teil des Goethe-Zitats nicht gelten: „Wer jene beiden nicht besitzt, der habe Religion.“ Hier setzt sein aufklärerischer Impetus ein, der die Menschen nicht in der „fremdverschuldeten“ Unmündigkeit belassen will. Und herkömmliche, dogmatische Religion ist hier hinderlich. Er spart daher nicht mit Religionskritik.Labels: Rezension
„Wie Religion die Welt vergiftet“ – dieser Untertitel des neuen Buches von Christopher Hitchens, ein in Washington lebender Literatur- und Kulturkritiker aus England, trifft genau den Inhalt des Buches. Provokant und ohne Umschweife belegt er mit vielen historischen und aktuellen Beispielen, welchen verheerenden Einfluss Religionen auf unsere Gesellschaft haben und hatten. Dabei verweist er immer wieder auf die Erkenntnis, die bereits von David Hume aufgezeigt wurde, dass eine metaphysisch gestützte Moral (eine Ethik, die von einer höheren Instanz stammt) zu unmenschlichen und grausamen Handlungen führt, die, da sie im Namen Gottes vollzogen werden, eine scheinbare Rechtfertigung erfahren. Doch genau das ist Unmoral. Religion ist ein unmenschliches Programm, weil sie ja vorgeblich von einem „unmenschlichen“ Wesen stammt. Sie verbreitet Furcht, Intoleranz, Sexismus, Gewalt, Missbrauch und steht daher einem menschenwürdigen Zusammenleben im Wege. Eine gute Welt braucht keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht furchtlosen Ausblick auf die Zukunft (Bertrand Russell 1927).Labels: Rezension
Auf der Heunburg stand heuer das Stück "Heiliges Land" von Mohamed Kacimi auf dem Programm. Es war aufwühlend und mitreißend zugleich. Es handelt vom Leben im Chaos, vom politischen Wahnsinn, von Vorurteilen und gegenseitigen Schuldzuweisungen, von Selbstgerechtigkeit und Hass. Und dass chauvinistische Ehre mehr zählt als das Leben eines Kindes, sowie von einem kleinlichen Gott, der sich um den Konsum von Arrak kümmert: alles andere ist offensichtlich nebensächlich. Der einzige Ausweg scheint der Alkohol oder der Tod. Nur die so genannte Hure schafft rechtzeitig den Absprung.Labels: Rezension
Den Sinnen hast du dann zu trauen,Labels: Rezension